Regio Mitte 2026

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Kink_of_kings
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Re: Regio Mitte 2026

Beitrag von Kink_of_kings »

skao_privat hat geschrieben: Mi Mai 06, 2026 09:21 Ligensystem mit Auf- un Abstieg abschaffen.
De facto ist es durch die Liga Reform schon so. Es wird im deutschen Football ein Zwei-Klassen-System geben. Die GFL und GFL 2 Teams, welche sehr viel Geld haben und von der Stadt mit der notwendigen Infrastruktur ausgestattet werden, und sehr viele Vereine, für welche die Auflagen alleine so utopisch sind, dass es unmöglich wird, diesem exlusiven Club beizutreten. Die Zeiten, in denen Marburg oder Gießen, aus sehr wenig sehr viel gemacht haben, sind durch die Reform endgültig vorbei.

Dementsprechend wird für jedes andere Team die Regionalliga das Ziel sein, wo jeder hin möchte. Die Anforderungen kann man schaffen, zumindest solange der Verband auf die Idee kommt, die Anforderungen an die GFL 2 auch an der Regio anzuwenden. Aber in der Regio werden sich dann die Teams versammeln, welche vielleicht von GFL 2 träumen, es aber nicht schaffen. Gerade in der Regio Mitte wird der Aufstieg auf absehbare Zeit nicht umsetzbar sein, vor allem wenn von oben Teams wieder runterkommen.
Michael Myers
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Re: Regio Mitte 2026

Beitrag von Michael Myers »

Kink_of_kings hat geschrieben: Mi Mai 06, 2026 11:16 Jetzt wurden hier eine Menge Sachen angesprochen, ich probiere mal zu allen meine Meinung zu sagen.

Fulda Aufstieg:

Sollte Fulda die sportlichen Voraussetzungen für den Aufstieg erfüllen (Sieg in den Playoffs), werden sie in der GFL 2 jedes Spiel in dem Stadion der Stadt Fulda spielen müssen. Ob das wirtschaftlich wie organisatorisch möglich ist, weiß ich nicht. Dieses Stadion würde den Anforderungen an die zweite Liga aber genügen.

Durch den Aufstieg wird von Fulda ein gewisser "Pull-Faktor" ausgehen, welcher wohl darauf abzielt, Spieler aus Kassel, Marburg, Erfurt und der Rhein Main Region anzuziehen und an sich zu binden. Wie gut das funktionieren kann, hat Marburg früher unter Beweis gestellt, als alles, was in Hessen guten bis sehr guten Football spielen konnte, nach Marburg gegangen ist. Auf der anderen Seite hat Paderborn gezeigt, dass man, wenn man alles verpflichtet, was gerade so einen Football halten kann, noch lange nicht einen kompetitiven Kader hat. In der GFL und GFL 2 zeigen Teams, dass man auch mit einem vermeintlich kleinen Einzugsgebiet erfolgreich in der zweiten oder ersten Liga spielen kann.

Mit der derzeitigen Jugendarbeit erfüllt Fulda die Anforderungen an die GFL2. Sie sind zwar immer von einer SG abhängig, aber das ist möglich. Dennoch sollte der Fokus klar auf der Verstärkung der Jugendarbeit liegen und nicht Importspieler 6, 7 oder 8 zugelegt werden. Auch Sponsoren lassen sich gerade von einer herausragenden Jugendarbeit überzeugen, denn Kinder ziehen immer.


Jugendarbeit

Der Tod des hessischen Footballs oder des American Footballs in Deutschland ist die miserable Jugendarbeit und die falsche Schwerpunktsetzung. Es würde das Geld lieber in den kurzfristigen Erfolg gesteckt, indem man lieber teure Imports einfliegen lässt, selbst wenn man noch Oberliga oder gar Landesliga spielt, um möglichst schnell Erfolge vorzuweisen und dann weitere Sponsoren zu akquirieren. Dabei sollte man lieber das Geld in die Jugendarbeit stecken, gute Coaches ausbilden und die Infrastruktur des eigenen Vereins verbessern. Weil, wenn das Geld plötzlich wegbricht, es dann ganz schnell sehr düster aussieht. Natürlich baut man eine Jugend nicht von heute auf morgen auf und es gibt große regionale Unterschiede, je nach Lage des Vereins. Aber nur so kann der Football langfristig gesund wachsen. Andernfalls wird die Blase Football früher oder später platzen und immer mehr Teams und Vereine werden zu Grabe getragen.

Importspieler

Ich empfinde das zwanghafte Wettrüsten um Importspieler nur noch widerlich. Wer wird deutscher Meister? Das Team mit den meisten Imports (Potsdam) und Vize Meister wird der mit den zweitmeisten Imports (Dresden). Das macht den deutschen Football kaputt. Wenn jetzt Teams schon anfangen, in der Ober- bzw. Landesliga schon Imports zu kaufen und dabei die Homegrown- oder die Jugendarbeit vernachlässigen, ist das fatal. Durch diese Imports wird man nicht mehr ehrenamtliche Helfer generieren, weil die keine Bindung zum Verein haben. Menschen, welche sich ohne Bindung irgendwo einbringen, sind rar. Weil, wer sind denn meistens die Helfer oder Vorstände? Meistens Eltern von Kindern, welche mal im Verein angefangen haben, oder Partner bzw. Partnerinnen, ehemalige Spieler etc. Diese gewinnt man nicht durch Imports. Man vergrault sie eher noch, weil sie vielleicht dem eigenen Sohn die Spielzeit wegnehmen. Ich bin für ein absolutes Importverbot unterhalb der GFL 2. Ich weiß, ich werde damit alleine dastehen, nur es bringt den deutschen Football organisatorisch nicht weiter. Nur auf dem Spielfeld können sie glänzen und ggf. im Jugendcoaching, wenn sie dort aushelfen. Mir ist bewusst, dass Teams im Umkreis von amerikanischen Basen dann einen Vorteil durch die dort lebenden Amerikaner haben. Aber diese kann man meistens, wenn man ein Team hat, welches aus sehr gut ausgebildeten Spielern besteht, kompensieren.
Amen🙏🏻
Rotzloeffel
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Re: Regio Mitte 2026

Beitrag von Rotzloeffel »

Das Stadion in Fulda "gehört" einem Fussballverein, der selber die Ambitionen hat, aufsteigen zu wollen. Fulda hatte für diese Saison versucht das Spiel gegen Marburg, Bad Homburg dort zu spielen. Aus gut informierten Kreisen war zu hören, dass weder Stadt noch Fußballverein dafür sind. Mithin wäre der Tausch von Spieltagen von zwei weiteren Teams betroffenen, die da auch nicht unbedingt dies konnten/wollten.
Warum sollten Spieler aus Marburg nach Fulda gehen? Gießen ist in Schlagweite. Mithin sind dort einige ehemalige Marburger Trainer. Rhein Main Main Gebiet wäre wohl eher sowas wie Fulda. Wetterau gibt es ja leider nicht mehr.

Paderborn hat mit einem unglaublich kleinen Etat gearbeitet. Der immer noch deutlich über dem liegt, was in der Regio üblich ist. Momentan sinkt die Bereitschaft der Unternehmen, mehr Geld in eine Radsportart zu geben.
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Re: Regio Mitte 2026

Beitrag von Rotzloeffel »

Rotzloeffel hat geschrieben: Mi Mai 06, 2026 13:00 Das Stadion in Fulda "gehört" einem Fussballverein, der selber die Ambitionen hat, aufsteigen zu wollen. Fulda hatte für diese Saison versucht das Spiel gegen Marburg, Bad Homburg dort zu spielen. Aus gut informierten Kreisen war zu hören, dass weder Stadt noch Fußballverein dafür sind. Mithin wäre der Tausch von Spieltagen von zwei weiteren Teams betroffenen, die da auch nicht unbedingt dies konnten/wollten.
Warum sollten Spieler aus Marburg nach Fulda gehen? Gießen ist in Schlagweite. Mithin sind dort einige ehemalige Marburger Trainer. Rhein Main Main Gebiet wäre wohl eher sowas wie Fulda. Wetterau gibt es ja leider nicht mehr.

Paderborn hat mit einem unglaublich kleinen Etat gearbeitet. Der immer noch deutlich über dem liegt, was in der Regio üblich ist. Momentan sinkt die Bereitschaft der Unternehmen, mehr Geld in eine Randsportart zu geben.
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Re: Regio Mitte 2026

Beitrag von FootballLady »

Kink_of_kings hat geschrieben: Mi Mai 06, 2026 11:16 Jetzt wurden hier eine Menge Sachen angesprochen, ich probiere mal zu allen meine Meinung zu sagen.

Fulda Aufstieg:

Sollte Fulda die sportlichen Voraussetzungen für den Aufstieg erfüllen (Sieg in den Playoffs), werden sie in der GFL 2 jedes Spiel in dem Stadion der Stadt Fulda spielen müssen. Ob das wirtschaftlich wie organisatorisch möglich ist, weiß ich nicht. Dieses Stadion würde den Anforderungen an die zweite Liga aber genügen.

Durch den Aufstieg wird von Fulda ein gewisser "Pull-Faktor" ausgehen, welcher wohl darauf abzielt, Spieler aus Kassel, Marburg, Erfurt und der Rhein Main Region anzuziehen und an sich zu binden. Wie gut das funktionieren kann, hat Marburg früher unter Beweis gestellt, als alles, was in Hessen guten bis sehr guten Football spielen konnte, nach Marburg gegangen ist. Auf der anderen Seite hat Paderborn gezeigt, dass man, wenn man alles verpflichtet, was gerade so einen Football halten kann, noch lange nicht einen kompetitiven Kader hat. In der GFL und GFL 2 zeigen Teams, dass man auch mit einem vermeintlich kleinen Einzugsgebiet erfolgreich in der zweiten oder ersten Liga spielen kann.

Mit der derzeitigen Jugendarbeit erfüllt Fulda die Anforderungen an die GFL2. Sie sind zwar immer von einer SG abhängig, aber das ist möglich. Dennoch sollte der Fokus klar auf der Verstärkung der Jugendarbeit liegen und nicht Importspieler 6, 7 oder 8 zugelegt werden. Auch Sponsoren lassen sich gerade von einer herausragenden Jugendarbeit überzeugen, denn Kinder ziehen immer.


Jugendarbeit

Der Tod des hessischen Footballs oder des American Footballs in Deutschland ist die miserable Jugendarbeit und die falsche Schwerpunktsetzung. Es würde das Geld lieber in den kurzfristigen Erfolg gesteckt, indem man lieber teure Imports einfliegen lässt, selbst wenn man noch Oberliga oder gar Landesliga spielt, um möglichst schnell Erfolge vorzuweisen und dann weitere Sponsoren zu akquirieren. Dabei sollte man lieber das Geld in die Jugendarbeit stecken, gute Coaches ausbilden und die Infrastruktur des eigenen Vereins verbessern. Weil, wenn das Geld plötzlich wegbricht, es dann ganz schnell sehr düster aussieht. Natürlich baut man eine Jugend nicht von heute auf morgen auf und es gibt große regionale Unterschiede, je nach Lage des Vereins. Aber nur so kann der Football langfristig gesund wachsen. Andernfalls wird die Blase Football früher oder später platzen und immer mehr Teams und Vereine werden zu Grabe getragen.

Importspieler

Ich empfinde das zwanghafte Wettrüsten um Importspieler nur noch widerlich. Wer wird deutscher Meister? Das Team mit den meisten Imports (Potsdam) und Vize Meister wird der mit den zweitmeisten Imports (Dresden). Das macht den deutschen Football kaputt. Wenn jetzt Teams schon anfangen, in der Ober- bzw. Landesliga schon Imports zu kaufen und dabei die Homegrown- oder die Jugendarbeit vernachlässigen, ist das fatal. Durch diese Imports wird man nicht mehr ehrenamtliche Helfer generieren, weil die keine Bindung zum Verein haben. Menschen, welche sich ohne Bindung irgendwo einbringen, sind rar. Weil, wer sind denn meistens die Helfer oder Vorstände? Meistens Eltern von Kindern, welche mal im Verein angefangen haben, oder Partner bzw. Partnerinnen, ehemalige Spieler etc. Diese gewinnt man nicht durch Imports. Man vergrault sie eher noch, weil sie vielleicht dem eigenen Sohn die Spielzeit wegnehmen. Ich bin für ein absolutes Importverbot unterhalb der GFL 2. Ich weiß, ich werde damit alleine dastehen, nur es bringt den deutschen Football organisatorisch nicht weiter. Nur auf dem Spielfeld können sie glänzen und ggf. im Jugendcoaching, wenn sie dort aushelfen. Mir ist bewusst, dass Teams im Umkreis von amerikanischen Basen dann einen Vorteil durch die dort lebenden Amerikaner haben. Aber diese kann man meistens, wenn man ein Team hat, welches aus sehr gut ausgebildeten Spielern besteht, kompensieren.
Noch viel schlimmer finde ich ja, dass Regionalligateams und auch einige Oberligateams mehr Imports verpflichtet als manche GFL2 Teams. Gießen und Wiesbaden spielen seit Jahren nur mit zwei, drei Imports. Was unteranderem auch an der guten Jugendarbeit, zumindest in Wiesbaden, liegt.
:laola:
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