skao_privat hat geschrieben: ↑So Jul 26, 2026 16:41
Schön, mal einen Einblick in die „Leistungsfähigkeit der sogenannten aktuellen ‚Jugendarbeit'" zu erhalten. Nach dem Ansehen bzw. teilweise bis jetzt in Hall habe ich mich gefragt: Wo ist jetzt die Mannschaft, die die anderen Teams mit 100+ schlägt? Die vier Teams, die da zu sehen waren/sind, wären im Prinzip geeignet, die –100-Mannschaften zu sein. Da ist halt noch viel Luft nach oben. Technisch-taktisch keine wirkliche „Entwicklung in der Zeit" zu erkennen. Die gleichen Unzulänglichkeiten wie seit Jahren. Andere Kohorte, gleiche Defizite. Ich habe nicht den Eindruck, dass ich dort gerade das Ergebnis zielgerichteter JugendARBEIT sehe. Was ich sehe, ist Jugendspielbetrieb. Das war es dann auch. Früher? War es nicht besser. Genau da sehe ich dann das Problem. Man verharrt auf einem Niveau. Veränderungen sind eher Zufall. Hängen davon ab, wie viel und welche Trainer am Start sind. Episoden statt Geschichte. Wie sollen die dann die GFL weiterentwickeln? Aber vor allem frage ich mich: Wie müssen denn dann die Mannschaften spielen, die sich von einer anderen Mannschaft eine 50+-Klatsche abholen?
Ich weiss nicht woran du die Quali festmachst, das du sogar Jugendarbeit absprichst.
1) Früher? Wie weit früher?
2) fehlende Entwicklung?
Overall oder nur spielsysteme. Offense, defense?
Panther vs Huskies waren 2 extrem dominante Defense
Squads. Und das schon die gesamte Saison über.
Ein Forumspost der mehr als 5 Zeilen enthält, wird mit zunehmender Zeilenzahl immer weniger gelesen bzw verstanden.
---------------------------------------
Was ich schreibe ist, nur meine persönliche Meinung.
Beschwerden darüber bitte per PN an mich.
pantherfan_xxxl hat geschrieben: ↑So Jul 26, 2026 23:05
Moin Zusammen,
Sonny1 hat geschrieben: ↑So Jul 26, 2026 17:58
Das Spiel in Düsseldorf war knapper als erwartet.
Bei den Panthern wurde ein knappes Spiel erwartet, dementsprechend war es auch:
Übernervös, viele Fouls und Fehler, etliche Ejections auf beiden Seiten . Kein schön anzuschauendes Spiel, die Zebras hatten viel Arbeit.
Gegessen war das Spiel erst im vierten Viertel als die Huskies, obwohl in großer Besetzung angereist, konditionell "platt" waren. Einige Pantherfans hatten schon eine Overtime befürchtet
Etliche Ejections?
Auf Huskies Seite war es eine.
Wegen Targeting.
Panther habe ich auch nur eine mitbekommen gegen die #78, das war aber auch erst nach seinen 6ten late hit / personal foul. Der wollte es wirklich.
Die meisten Strafen hatten die Panther sich selbst beigefügt, durch eventuell zu komplexe Formationsänderungen oder late adjustments.
Illegal formation, wrong shift, etc, false start etc
Hartes game? Jo?
Super unfair?
Nein!
Ein Forumspost der mehr als 5 Zeilen enthält, wird mit zunehmender Zeilenzahl immer weniger gelesen bzw verstanden.
---------------------------------------
Was ich schreibe ist, nur meine persönliche Meinung.
Beschwerden darüber bitte per PN an mich.
skao_privat hat geschrieben: ↑So Jul 26, 2026 16:41
Schön, mal einen Einblick in die „Leistungsfähigkeit der sogenannten aktuellen ‚Jugendarbeit'" zu erhalten. Nach dem Ansehen bzw. teilweise bis jetzt in Hall habe ich mich gefragt: Wo ist jetzt die Mannschaft, die die anderen Teams mit 100+ schlägt? Die vier Teams, die da zu sehen waren/sind, wären im Prinzip geeignet, die –100-Mannschaften zu sein. Da ist halt noch viel Luft nach oben. Technisch-taktisch keine wirkliche „Entwicklung in der Zeit" zu erkennen. Die gleichen Unzulänglichkeiten wie seit Jahren. Andere Kohorte, gleiche Defizite. Ich habe nicht den Eindruck, dass ich dort gerade das Ergebnis zielgerichteter JugendARBEIT sehe. Was ich sehe, ist Jugendspielbetrieb. Das war es dann auch. Früher? War es nicht besser. Genau da sehe ich dann das Problem. Man verharrt auf einem Niveau. Veränderungen sind eher Zufall. Hängen davon ab, wie viel und welche Trainer am Start sind. Episoden statt Geschichte. Wie sollen die dann die GFL weiterentwickeln? Aber vor allem frage ich mich: Wie müssen denn dann die Mannschaften spielen, die sich von einer anderen Mannschaft eine 50+-Klatsche abholen?
Ich weiss nicht woran du die Quali festmachst, das du sogar Jugendarbeit absprichst.
1) Früher? Wie weit früher?
2) fehlende Entwicklung?
Overall oder nur spielsysteme. Offense, defense?
Panther vs Huskies waren 2 extrem dominante Defense
Squads. Und das schon die gesamte Saison über.
Ich mach die Qualität an dem fest, was auf dem Feld passiert. Overall. Offense, Defense, Special Teams – es gibt keine Phase, in der Deutschland entwickelt wäre. Besser als der Rest in Europa, ja. Aber meilenweit von allem entfernt, was auf höchstem Level spielt.
‚Dominante Defense', die ganze Saison — geschenkt. Nur wogegen? Das England-Video ist übles Gegurke, und das sind dort die Besten. Eine dominante Defense in dem Alter heißt meist nur, dass die Offense zu schlecht ausgebildet ist. Ich zeig dir die Top-Teams der Altersklasse in den USA, dann reden wir weiter.
Und der Maßstab sind nicht mal die US-Programme, die international antreten. Die echten Spitzen tauchen bei sowas gar nicht erst auf: Eine WM kann dir ein College-Angebot und damit die NFL kosten. Genau die sieht man nie – und genau die wären der Vergleich. Daran gemessen beantwortet sich die -50-Frage von selbst.
Und mit „wie weit früher?" ist es fast egal. In der Frühphase gab es Parkplatzhelden, die irgendwo mal was von Football gehört hatten, und keinen Jugendspielbetrieb. Nimm dagegen die Spanne, in der es das Jugendländerturnier gibt – Europas größte Football-Jugendveranstaltung. Wo ist die Entwicklung, die dauerhaft eine relevante qualitative Veränderung gebracht hätte? Und quantitativ dürften die ‚Besten' von heute kaum mehr Trainingszeit vorweisen als die ‚Besten' von damals.
Genau da liegt das Problem, und es ist keins des Könnens. Das Vereinssystem WÄRE der Vorteil. Kontinuierlicher Aufbau statt Episoden — es GINGE, wenn man nur wollte. Was unterscheidet den Zwölfjährigen in den USA vom Zwölfjährigen hier? Da ist es auch die Dorfwiese, auf der er anfängt. Der Rest ist Trainingszeit und Arbeit, und NICHTS davon ist uns verboten.
Nur wird an dem Punkt lieber gefeiert als gearbeitet. Trainingsplan fürs Trainingslager, nach der Saison Füße hoch, am Saisonstart jammern, dass zu wenig Jugendliche kommen, die nie erfahren haben, dass sie hätten spielen können. Wer das für Jugendarbeit hält, wird nie besser. Man kann Drittklassigkeit feiern oder man kann sie abstellen. Beides zusammen geht nicht.
Football 2.0
- Bleib doch mal locker
- Wann werden die GFL Pässe zentral und online ausgestellt?
- Jeder Mensch kann aus eigener Kraft fliegen. Er muß nur seinen Standpunkt verändern! (skao_privat)
P. S.: Kann mal jemand den Link zur Rahmentrainingskonzeption des AFVD posten?
Ich frag für einen Freund ...
Football 2.0
- Bleib doch mal locker
- Wann werden die GFL Pässe zentral und online ausgestellt?
- Jeder Mensch kann aus eigener Kraft fliegen. Er muß nur seinen Standpunkt verändern! (skao_privat)
Jugendarbeit rechnet sich nur, wenn der Ertrag den Aufwand deckt. In Deutschland deckt er ihn nie. Der wirtschaftliche Ertrag des deutschen Footballs ist zu klein, es gibt keinen Markt, der ausgebildete Spieler so honoriert, dass sich Ausbildung lohnt. Der einzige Ort, an dem ein deutscher Spieler einen Ertrag erzeugt, der eine echte Ausbildungspauschale tragen würde, ist die US-Pipeline: Highschool, College, NFL. Also lautet die ehrliche ökonomische Antwort: Deutsche Jugendarbeit rechnet sich nur, wenn sie für den amerikanischen Markt ausbildet.
Der Ertrag entsteht drüben, das Produkt wandert ab, und der deutsche Verein hat einen NFL-Spieler produziert, den er nie auf seinem eigenen Feld sehen wird. Kein Nebeneffekt, sondern die logische Endstation jeder Ausbildung, die sich rechnen soll. Ausbildung, die funktioniert, produziert Abwanderer. Ausbildung, die bleibt, rechnet sich für einen Verein nicht.
Er kann nicht gleichzeitig ernsthaft ausbilden und von der eigenen Ausbildung profitieren wollen. Das eine schließt das andere ökonomisch aus. Und genau deshalb bleibt es bei Jugendspielbetrieb statt Jugendarbeit. Nicht aus Faulheit, sondern weil richtige Jugendarbeit für den Verein, der sie bezahlt, gar keinen erreichbaren Zweck hat. Der einzige Zweck, der sich lohnen würde, liegt außerhalb seiner Reichweite.
Die These: Will die deutsche Jugendarbeit Spieler für Highschool, College und NFL ausbilden? Dann bildet sie für ein System aus, in dem sie selbst nicht vorkommt. Will sie es nicht? Dann bleibt es bei dem, was wir sehen.
Daraus erwachsen zwei Wahrheiten, die sich nicht auflösen lassen:
Erstens: Betriebswirtschaftlich rechnet sich Jugendarbeit nie. Der einzige Ertrag, der das Investment zurückzahlen würde, läge in der NFL. Ausbildungspauschale für einen Spieler, der es nach ganz oben schafft. Aber dieser Ertrag kommt in Deutschland nicht an, weil das deutsche System ihn nicht abschöpft. Wer für Highschool, College, NFL ausbildet, produziert für einen Markt, an dem er nicht beteiligt ist. Die Wertschöpfung wandert ab, die Kosten bleiben. Es zahlt schlichtweg niemand. Wieso auch? Als Rechnung: hoffnungslos.
Zweitens: Ohne Jugendarbeit gibt es überhaupt keine kontinuierliche Entwicklung. Der Parkplatzheld ist Zufall, nicht Aufbau. Ein Spieler, der mit im Jugendtraining erworbenen Fähigkeiten in die Herrenmannschaft kommt, ist für den Verein unbezahlbar. Und zwar im Wortsinn: Er kostet nichts extra und ist besser als der, den man teuer einkaufen müsste. Das ist ein realer Ertrag. Er steht nur in keiner Bilanz, weil er sich nicht als Geldfluss zeigt, sondern als Qualität, die einfach da ist.
Warum das ein Dilemma ist und keine lösbare Gleichung: Der Ertrag ist real, aber er ist nicht monetär. Er geht über das Wirtschaftliche hinaus. Und was sich nicht in Geld zeigt, wird von einem Verein, der in Geld denken muss, systematisch unterbewertet. Der Verein, der rational auf die Bilanz schaut, sieht ein Minusgeschäft und lässt es. Der Verein, der trotzdem ausbildet, handelt gegen die eigene Kasse und für etwas, das sich erst Jahre später und nie als Zahl auszahlt. Beide haben recht. Das ist die Falle: Die betriebswirtschaftliche und die sportliche Vernunft zeigen in entgegengesetzte Richtungen, und keine ist falsch.
Riesentapete. Alles aus zwei Spielen. Lohnt sich aber trotzdem, mal darüber nachzudenken.
Football 2.0
- Bleib doch mal locker
- Wann werden die GFL Pässe zentral und online ausgestellt?
- Jeder Mensch kann aus eigener Kraft fliegen. Er muß nur seinen Standpunkt verändern! (skao_privat)
Vielleicht läge der Denkfehler schon in meiner Frage. Ich habe gefragt, wie eine Mannschaft spielen muss, die sich eine 50er-Klatsche abholt. Falsche Frage. Nicht wie hoch sie verliert, sondern was sie mitnimmt.
Solange „erfolgreiche Jugendarbeit" heißt: U19-Meister, das eine Ausnahmetalent, der Sprung aufs College – misst man das Falsche. Das Talent ist Zufall oder es wandert ab. Und daran gemessen rechnet sich Ausbildung für keinen Verein. Sie ist ein Minusgeschäft, wenn der Ertrag ein einzelner Spieler sein soll, der dann noch nach über den Teich verschwindet.
Lass uns den Maßstab umdrehen. Der Ertrag ist nicht „der Beste“. Der Ertrag ist die Menge. Eine durchgehende Ausbildungslinie, in jedem Altersabschnitt steigen welche ein und welche auf, und die Frage lautet: Wie viele Spieler produzieren wir für unsere eigenen Mannschaften? Das ist ein Ertrag, der bleibt. Ein Spieler, der mit Grundausbildung in die Herren kommt statt vom Parkplatz, ist wie oben geschrieben für den Verein unbezahlbar.
Damit ändert sich, wozu die Jugendbundesliga überhaupt gut ist. Die vier Halbfinalisten, die ich in den Videos gesehen habe. Im Grunde ist völlig egal, welchen Titel die holen. Und dasselbe Ziel erreicht auch die Mannschaft, die mit hundert Punkten untergeht. Nicht die Platzierung ist der Ertrag, sondern dass die Spieler Anforderungen begegnen, die es in unteren Klassen nicht gibt.
Nur muss man das dann auch so sagen. Nicht: Wir spielen oben mit, obwohl wir keinen Erfolg haben können. Sondern: Wir spielen oben mit, weil der Erfolg genau das ist: sich auf dem höchsten Niveau messen zu können, das erreichbar ist. Und dann muss auch so ausgebildet werden. Nicht auf den Titel hin. Auf den Spieler hin, der danach in einer der Mannschaften steht.
Und da ist die Frage, um die sich alles dreht: Was ist eine deutsche U19-Jugend-Meisterschaft eigentlich wert, wenn der wirkliche Ertrag woanders liegt?
Was ändert das, egal ob Spieler oder Trainer, an der Ausbildung?
(Gemessen daran ist die Panther-Jugend relativ erfolglos.)
Football 2.0
- Bleib doch mal locker
- Wann werden die GFL Pässe zentral und online ausgestellt?
- Jeder Mensch kann aus eigener Kraft fliegen. Er muß nur seinen Standpunkt verändern! (skao_privat)
Und der wenn der sportliche Ertrag einem anderen zukommt, muss dieser zumindest den wirtschaftlichen Aufwand des Erzeugers entschädigen.
Dass dies natürlich nur innerhalb der Rechtskreises des Verbandes passieren kann, ist klar. Allerdings dürften damit 95% der Vereinswechsel geregelt sein. Die 5% der Spieler die Richtung USA wechseln sind zu vernachlässigen. Wobei der Anspruch auf Entschädigung für den Erstverein ja nicht erlöschen muss, mit dem Wechsel in die USA. Falls er nach der Rückkehr bei einem anderen AFVD Verein spielen will kann die Entschädigung
ja trotzdem fällig werden.
Aber die Kernbotschaft ist unbenommen: Wenn Jugendarbeit NICHTS wert ist, dann wird auch kein nachhaltiger, kostenintensiver Aufwand betrieben werden.